Keibelstraße
Mitte
PLZ | 10178 | |
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Ortsteil | Mitte | |
ÖPNV | Zone A Tram M2, M4, M5, M6, M8 — Bus TXL, M48, 100, 142, 200, 248 — U‑Bahn 2, 5, 8 Alexanderplatz ♿ — S‑Bahn 5, 7, 75, Regionalbahn, Regionalexpress Alexanderplatz ♿ | |
Verlauf | von Mollstraße über Wadzeckstraße | |
Falk | Planquadrat K 18 |
Arbeitsagentur | Beuthstraße | |
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Jobcenter | Mitte - Seydelstraße | |
Amtsgericht | Mitte | |
Grundbuchamt | Mitte | |
Familiengericht | Pankow | |
Finanzamt | Mitte/Tiergarten | |
Polizeiabschnitt | A 57 | |
Verwaltungsbezirk | Mitte |
Alter Bezirk | Mitte | |
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Alte Namen | Schießgasse (Mitte 18. Jh.-1858) | |
Name seit | 24.1.1858 | |
Info |
Keibel, Carl Wilhelm Heinrich , * 19.5.1792 Berlin, + 5.9.1860 Berlin, Kommunalpolitiker. Keibel erhielt bei seinem Onkel, Heinrich Keibel, eine kaufmännische Ausbildung. 1813 ging er als Freiwilliger zur Landwehr, wurde nach der Schlacht bei Waterloo zum Offizier befördert und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. 1817 übernahm er die Materialhandlung und Seifenfabrik seines Onkels in der Stralauer Straße 52, wo er auch zeitlebens wohnte. Für die Kommune war er als Vorsteher des Waisenhaus-Bezirks tätig, danach hatte er von 1820 bis 1850 das Ehrenamt eines unbesoldeten Stadtrates inne. In diesem Amt wirkte er in der Schuldeputation, im Vorstand der Sparkasse, als Mitglied der Armen-Direktion und im Ausschuß für Finanzangelegenheiten des 1827 gebildeten Vereins zur Besserung der Strafgefangenen. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Ortsvereins der Gustav-Adolf-Stiftung und war Mitbegründer des Berliner Zoologischen Gartens. Am 12.2.1851 wurde er Stadtältester von Berlin. Keibels Grabstätte befindet sich auf dem Alten Kirchhof von St. Nikolai und St. Marien in der Prenzlauer Allee 61/62. Auf Keibels Initiative hin wurde die Schießgasse verlängert, die er danach auf seine Kosten pflastern ließ. 1858 erhielt die Straße seinen Namen. Sie verlief ursprünglich von Linienstraße bis Alte Schützenstraße. Mit dem Neuaufbau dieses Gebietes und der Veränderung von Straßenzügen in den Jahren 1967/68 wurde die Straße verkürzt. © Edition Luisenstadt, ZEPTER&KRONE |